In der letzten Schulwoche vor den Ferien fanden die Thementage Nachhaltigkeit statt. Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen und natürlich auch unsere Lehrerinnen und Lehrer haben zahlreiche Projekte erarbeitet, welche sich mit Aspekten zum Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. In der Zeit vom 05.10. – 08.10.2026 besuchten die rund 600 Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Projekte. Es wurden I-Pad Taschen genäht, alte Klamotten „aufgepimt“, so dass sie wieder den neuesten Trends entsprechen und Fast Fashion vermieden werden kann oder defekte Dinge wurden im Reparaturcafé wieder instandgesetzt, um Geräten neues Leben einzuhauchen und Müll zu vermeiden.
Andere Gruppen waren in der Natur unterwegs. Die „Plastic Pirates“ untersuchten die Werra auf den Grad der Verschmutzung und waren sehr erschrocken, was sie alles in der Werra fanden. Sie stellten fest, dass die Werra sogar verschmutzter ist als die Donau oder der Rhein. Auch die Gruppe „Wie gut kennst Du die Natur?“ beschäftigte sich mit der Wasser- und Bodenverschmutzung in unserer Umgebung. Bodenproben wurden entnommen und untersucht. Denn nur auf einem gesunden Boden mit ausreichend Nährstoffen und gut arbeitenden Kleinorganismen kann auch etwas wachsen.
Damit die Natur sich gut entwickeln kann, zogen mehrere Gruppen in die nähere Umgebung unserer Schule und suchten nach Müll. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Müllberge kaum tragen. Waschmaschinen, Autoreifen, Stoßstangen und viele andere Dinge wurden im Wald gefunden. Der Müllcontainer, welchen uns die Stadt Meiningen zur Verfügung stellte, reichte gar nicht aus für die enorme Menge an Müll, die gefunden wurde.
Nachhaltigkeit ist ein sehr weites Spektrum, nicht nur der Umwelt und der Natur muss es gut gehen, auch uns Menschen. Daher beschäftigten sich einige Gruppen damit, wie Schülerinnen und Schüler mit Schulstress umgehen können, um die Schule zu „überleben“, wie man die Tage selbst gut strukturieren und mit welchen Übungen man für Entspannung sorgen kann. Hier wurden kleine Sporteinheiten angeboten, gesunde Rezepte ausprobiert und ein Schultag exemplarisch strukturiert.
Andere Gruppen zeigten, wie man regionale Früchte verarbeiten und haltbar machen oder wie internationalen Gerichten mit regionalen Produkten eine ganz individuelle Note verliehen werden kann.
Die Angebote der Schülerinnen und Schüler unserer 11. Klassen waren enorm vielfältig. Am Donnerstag zeigten alle Gruppen in kleinen oder auch sehr aufwändigen Präsentationen ihre Ergebnisse und Erkenntnisse der diesjährigen Thementage Nachhaltigkeit. Den krönenden Abschluss machten dabei unsere beiden Theatergruppen. Beide Gruppen beschäftigten sich mit dem Aspekt, was passiert mit uns und unserer Erde, wenn wir weiterhin so leben und stellten dies in selbst erarbeiteten Stücken dar. Die Schulgemeinschaft war begeistert von den Inszenierungen. Welche Talente in unseren Schülern stecken, zeigte auch die Gruppe „Musik“. Dieses Projekt wurde von Schülerinnen und Schülern der 12. Klassen initiiert, da Musik machen und hören auch zum Wohlbefinden beitragen kann. Neue Instrumente wurden erlernt und kleine Stücke erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler hatten sichtlich Spaß und präsentierten voller Stolz ein kleines Repertoire der einstudierten Stücke.
Wie in den vergangenen Jahren waren auch diese Tage wieder eine sehr schöne und gelungene Abwechslung zum Schulalltag. Dieser Unterricht der anderen Art gehört mittlerweile zu unserem Schulbild und ist ein tragender Aspekt der Bildung für nachhaltige Entwicklung, da wir auf diese Art unseren Schülerinnen und Schülern die Effizienz ihres eigenen Handelns aufzeigen und ihnen ihre eigene Verantwortung für den Umgang mit eigenen und materiellen Ressourcen bewusstmachen können.



